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Valetta und Leeuwarden – Europas Kulturhauptstädte 2018

Gemessen an der Bevölkerungszahl ist Valletta mit weniger als 6.000 Bürgerinnen und Bürgern ziemlich klein für den großen Titel einer Europäischen Kulturhauptstadt.

Im Vergleich: Ganz Malta zählt 430.000 Einwohner, die auf 316 Quadratkilometern leben. Der südeuropäische Inselstaat, gelegen zwischen Sizilien und Libyen, ist das kleinste Land in der Europäischen Union. Allein die Stadt Bremen ist schon größer als die gesamte Republik Malta, und die Stadt Leipzig zählt 160.000 mehr Einwohner.

Auf Malta herrscht Linksverkehr, schließlich war die Insel bis 1964 britische Kolonie. Im Radio erklingt ein Mischmasch aus Englisch, Arabisch und Italienisch. Und die Namen der Menschen in diesem Land scheinen fast willkürlich zusammengewürfelt.

Neben Englisch wird hier auch Malti gesprochen, eine semitische Sprache mit vielen englischen und italienischen Lehnwörtern.

Die Sprachgruppen auf Malta konkurrierten miteinander, und alle wollten unbedingt etwas historisch Bedeutsames hinterlassen. Ein Großmeister baute ein Theater, ein anderer die Befestigung rund um die Insel. Es gab fast jedes Jahr ein großes Projekt. Und so haben die Malteser-Ritter Valletta zu einem Stück Weltkulturerbe gemacht. Die Stadt steht seit 1980 als Gesamtmonument auf der Schutzliste der UNESCO. In den vergangenen Jahren wurden alle wichtigen Gebäude aufwendig renoviert, damit sich die Stadt in ihrer ganzen Schönheit zeigen kann.

Wie Pisa hat auch Leeuwaarden einen schiefen Turm. Das passt zur Hauptstadt der Provinz Friesland, die irgendwie anders ist, als der Rest des Landes. Etwas eigenwillig und verschroben. Das fängt schon mit der Sprache an. Für die Friesen heißt Leeuwarden nämlich nicht Leeuwarden, sondern Ljouwert.

Weil der Friese stolz auf sein Land und seine Sprache ist, sind die Städte und Dörfer in der Provinz alle zweisprachig ausgeschildert. Sneek heißt Snits, Harlingen Harns, Sloten heißt Sleat und Hindeloopen Hylpen.

Mit seinen malerischen Grachten, den gemütlichen engen Gassen und den fein herausgeputzten Giebelhäusern erinnert Leeuwarden an die niederländische Hauptstadt Amsterdam.

Gelebte Traditionen findet man hier an jeder Ecke der Stadt. Ein gutes Beispiel dafür ist der Grutterswinkel – ein authentisches Stück Friesland: gediegen, etwas schrullig, aber sehr liebenswert – so wie sich die Stadt auch als Europäische Kulturhauptstadt präsentieren will.

Die berühmteste, aber nicht immer geliebte Tochter der Stadt ist Mata Hari. Sie wurde hier im Sommer 1876 unter dem Namen Margaretha Zelle geboren und später unter ihrem Künstlernamen weltberühmt. Ihr Ende war tragisch: 1917 wurde sie von den Franzosen als mutmaßliche Doppel-Spionin hingerichtet.