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Mythen über das Fliegen

1. Flüge werden überbucht – richtig!

Tatsächlich ist es üblich, dass Flüge überbucht werden. Denn es ist eher die Regel als die Ausnahme, dass manche Passagiere ihren Flug nicht antreten. Einige verpassen den Flieger, andere scheuen aus Flugangst vor ihrer Reise zurück. Die großen Airlines müssen jährlich bis zu fünf Millionen Sitzplatzreservierungen im Jahr stornieren. Um zu verhindern, dass Sitze an Bord frei bleiben, werden die Flieger überbucht. Wie stark hängt von der Zuverlässigkeit der Passagiere ab und wird je nach Nation anders gehandhabt. Währen die Kabinen zum Beispiel in Indien im Schnitt um zehn Prozent überbucht werden, ist dies in Japan kaum der Fall.

2. Klimaanlagen an Bord verbreiten Erkältungskeime – falsch!

Viele Reisende befürchten, erkältet aus dem Flieger zu steigen, da die Klimaanlage schlechte Luft verbreitet. Das ist so nicht richtig: Natürlich sind Reisende vor der Tröpfcheninfektion durch Menschen in ihrer Nähe nicht gefeit, aber Flugzeuge sind mit einem HEPA-System ausgestattet. Dieses wird auch auf Intensivstationen oder in OP-Räumen angewendet – frische und wiederverwertete Luft wird vermischt und gefiltert. So werden Bakterien und Keime abgetötet. Darüber hinaus findet in kurzen Abständen ein kompletter Luftaustausch der Kabinenluft statt. Allerdings ist es wichtig, viel zu trinken. Und sich warm anzuziehen, um sich nicht zu verkühlen.

3. Kabinentüren können in hoher Luft geöffnet werden – falsch!

Ein Wahnsinniger droht, auf Reiseflughöhe die Tür aufzureißen? Da wird er sich schwer tun. Alle Passagierflugzeuge sind mit luftdicht-verriegelten Plug-Türen ausgestattet. Das Öffnen würde beim vorherrschenden Überdruck übermenschliche Kräfte verlangen. Deswegen kann man auch nicht mit einem Fallschirm aus einem Passagierflugzeug springen. Das gelingt nur Filmhelden. Neben der nicht zu öffnenden Tür würden auch die extrem hohen Minusgrade über den Wolken ein sicheres Abspringen verhindern.

4. Übergewichtige Passagiere müssen zwei Plätze kaufen – richtig!

Aus Gründen der Sicherheit müssen alle Passagiere dazu in der Lage sein, bei gesenkter Armlehne und mit geschlossenem Sicherheitsgurt zu sitzen. Und zwar ohne bedeutende Beeinträchtigung der benachbarten Fluggäste. Für Sitzgurte gibt es extra Verlängerungen, um etwaige Probleme zu vermeiden. Doch was wenn ein Passagier dennoch nicht dazu in der Lage ist, ohne Schwierigkeiten auf dem Sitz seiner gebuchten Beförderungsklasse Platz zu nehmen? Dann kann es tatsächlich notwendig sein, gegen Aufpreis einen zweiten Sitz hinzu zu buchen. Oder der Passagier wechselt in eine höhere Beförderungsklasse. Denn diese bietet oft mehr Freiraum. Das Buchen eines zweiten Platzes ist nicht billig, denn es wird in der Regel der doppelte Flugpreis berechnet, lediglich Gebühren und Steuern fallen weg. Betroffene setzen sich am besten frühzeitig mit ihrer Airline in Verbindung und erkundigen sich. Es geht noch weiter: Bei der kleinen Fluglinie Samoa Air müssen neben dem Gepäck auch die Passagiere auf die Waage. Der Ticketpreis bezieht sich dann auf das zu befördernde Gesamtgewicht. Dies war Anfang des 20. Jahrhunderts auch bei der Lufthansa der Fall.

5. Fliegen ist gefährlich – falsch!

Wer Auto fährt, aber vor dem Fliegen Angst hat, macht einen kleinen Denkfehler. Denn das gefährlichste Fortbewegungsmittel ist das Auto. Selbst Bahnfahren ist laut Statistik riskanter als die Reise mit einem Flugzeug. Und wo ist der sicherste Platz an Bord? Eine Garantie gibt es nicht, denn jeder Absturz ist anders. Dennoch haben Reisende, die nahe am Notausgang sitzen, statistisch gesehen die besten Überlebenschancen. Dies gilt auch für Menschen, die ihren Platz im vorderen Bereich des Fliegers haben. Hier kann nach einer Notlandung am schnellsten evakuiert werden. Auch Menschen mit Flugangst sind vorne am besten aufgehoben, da man hier am wenigsten von möglichen Turbulenzen mitbekommt.

6. Flieger lassen vor der Landung Treibstoff ab – falsch!

Flugzeuge lassen nur im äußersten Notfall vor der Landung Treibstoff ab. Der Vorgang ist nicht alltäglich und muss sogar von der zuständigen Flugsicherung genehmigt werden. Fest steht, dass Flugzeuge mit deutlich weniger Kerosin an Bord landen als starten dürfen. Aber der größte Teil des Treibstoffs wird während der Reise verbraucht. Nur bei einer drohenden Notlandung ist es erforderlich, dass der Kapitän das Gewicht der Maschine durch das Ablassen von Kerosin reduziert. Bei einer Notwasserung ist dies in der Regel nicht der Fall.

7. Toiletten werden während des Fluges entleert – falsch!

Dies ist eine der ältesten Legenden. Aber keine Sorge: Was in der Toilette hinuntergespült wird, speichert ein Tank. Und dieser wird erst nach der Landung geleert. Nur das Waschwasser wird sofort aus dem Flieger entsorgt – aber fein zerstäubt, damit sich keine Eisklumpen bilden. Allerdings kann es in seltenen Fällen dazu kommen, dass Wasser der Toilette tröpfchenweise nach außen dringt. Schuld sind nicht einwandfrei funktionierende Dichtungen. Dieses Wasser gefriert dann an der Flugzeugoberfläche und löst sich beim Eintreten in wärmere Luftschichten. Fachleute nennen diese eher ungewöhnlichen Flugzeugemissionen aufgrund ihrer vom Desinfektionsmittel stammenden Färbung “Blue Ice”. Die Dichtungen werden aber regelmäßig ausgetauscht und kontrolliert, um Vorfälle dieser Art zu vermeiden.

8. Absturz bei Blitzeinschlag oder Motorenausfall – falsch!

Flugzeuge werden regelmäßig von Blitzen getroffen – jede Maschine im Durchschnitt ein Mal im Jahr. Doch das ist kein Grund zur Sorge. Heute unterliegen Flugzeuge strengen Zulassungstests. Wie Autos sind Flugzeuge nicht geerdet. Wenn sie von einem Blitz getroffen werden, tritt er einfach wieder aus. Auch bei einem Motorenausfall fällt kein Flugzeug einfach so vom Himmel. Selbst wenn Triebwerke versagen, können Flieger eine ziemlich lange Strecke gleiten. Ein gutes Beispiel ist der Airbus A380, der noch rund 250 Kilometer gleitet, wenn seine Motoren ausfallen sollten. Dies wird auch bei der Berechnung möglichst sicherer Flugstrecken berücksichtigt.

9. Nur der Kapitän fliegt das Flugzeug – falsch!

Viele Passagiere glauben, dass nur der Kapitän das Flugzeug fliegt. Das ist falsch, denn auch der Co-Pilot an Bord wird aktiv. Der Flugkapitän ist zwar für die Sicherheit des Fliegers und seiner Insassen verantwortlich und gibt die Befehle. Aber er wird während des Fluges in der Regel von seinem Nebenmann abgelöst. Deswegen sollten der Kapitän und sein Co-Pilot auch nicht das gleiche Bordmenü zu sich nehmen. Dies ist zwar keine Pflicht, aber eine Empfehlung der Airlines. Denn falls der unwahrscheinliche Fall einer Lebensmittelvergiftung eintritt, kann der nicht betroffene gesunde Pilot die Maschine sicher landen.

10. Mobiltelefone müssen grundsätzlich an Bord ausgeschaltet sein – falsch!

Es gab viele Diskussionen darüber, ob Mobiltelefone an Bord ausgeschaltet sein müssen. Seit Januar erlaubt die Europäische Agentur für Flugsicherheit nun die eingeschränkte Nutzung elektronischer Geräte an Bord. Fluggesellschaften wie zum Beispiel British Airways und Ryanair lockerten daraufhin ihre Vorschriften. Seit März dürfen ebenfalls Lufthansa-Passagiere in der Regel ihre Handys während des Fluges verwenden. Voraussetzung dafür ist, dass ihre Nutzer den Flugmodus aktiviert haben. Allerdings müssen sich Flugreisende stets an die Vorschriften der einzelnen Airlines halten. Wenn diese ihre Regeln noch nicht angepasst haben, müssen die Geräte nach wie vor ausgeschaltet bleiben.

11. Fluggäste werden durch niedrigen Sauerstoffgehalt in der Kabine beruhigt – falsch!

Ganz das Gegenteil ist der Fall: Der Sauerstoffgehalt an Bord eines Fliegers wird sogar künstlich erhöht. Befindet sich ein Flugzeug auf Reiseflughöhe, reicht der Sauerstoffgehalt außerhalb des Fliegers nicht mehr aus, um den Menschen ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Deswegen wird in der Flugzeugkabine ein Innendruck erzeugt, der in etwa einer Höhe von 2.400 Metern über dem Meeresspiegel entspricht – wie bei einer Bergbesteigung.

12. Tomatensaft schmeckt in hoher Luft am besten – richtig!

Über den Wolken wird überdurchschnittlich viel Tomatensaft getrunken. Dies zeigt auch eine Umfrage des Reiseportals Travelzoo: Fast die Hälfte der rund 1300 Befragten sollen angegeben haben, an Bord eines Fliegers gerne zu diesem Getränk zu greifen. Nicht ohne Grund: Der Niederdruck im Flugzeug wirkt sich auf den Geschmack von Speisen und Getränken aus. Und Tomatensaft schmeckt in hoher Luft einfach besser als am Boden.

13. Es gibt Idealmaße für Flugbegleiter/innen – richtig!

In der Tat muss die Besatzung eines Flugzeugs gewissen Idealmaßen entsprechen – und zwar aus praktischen und sicherheitsbedingten Gründen. Zum einen wird ein angemessenes Körpergewicht verlangt. Als grobe Faustregel wird die Größe weniger 100 plus zehn Kilo gerechnet. Manchmal wird auch der Body-Mass-Index herangezogen. Darüber hinaus gibt es Vorgaben zur Körpergröße. So muss eine Flugbegleiterin bei der Lufthansa mindestens 1,60 Meter groß sein, bei Air Berlin 1,65 Meter. Auch hinsichtlich der Sehkraft gibt es Vorgaben an die Crew. Asiatische Airlines gehen einen Schritt weiter. Wer dem vorherrschenden schlanken Ideal nicht entspricht und nicht abnehmen möchte, wird als Bodenpersonal eingesetzt.

14. Aberglaube? An Bord vieler Flugzeuge fehlen die Sitzreihen 13 und 17 – richtig!

Um dem möglichen Aberglauben ihrer Gäste gerecht zu werden, gibt es an Bord mancher Airlines keine Sitzreihen mit der Nummer 13. So zum Beispiel bei der Lufthansa. Hier werden Reisende übrigens auch keine Reihe 17 finden. Denn die 17 gilt in Italien und Brasilien als Unglücksbringer.